Dübelvorrichtung

Nachdem ich keine Dübellehre besitze, musste ich mir selbst abhelfen und eine provisorische Vorrichtung bauen. Meine noch nicht fertige Hobelbank eignet sich sehr gut als Auflage. Dort habe ich die Oberfräsenhalterung 90 Grad dazu angeschraubt und die Bohrmaschine eingespannt.

Eine Holzleiste wurde eingemessen und auf die Hobelbank geklemmt damit ich einen parallelen Anschlag habe. Kurze Testbohrung und los ging’s mit dem Batchprozess.

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Kommode–Erste Probe

Eine Zeit ist es schon her, dass ich über den Fortschritt der Kommode berichtet habe. Die Zeit war ein großer Gegenspieler und hat mich etwas gebremst. Tja, so ist halt das Schicksal des Hobbytischlers.

Mittlerweile habe ich das Gestell soweit fast fertig. Die einzelnen Verbindungen habe ich mit Dübeln verbunden. Dazu habe ich mir provisorisch eine Dübelvorrichtung gebaut (dazu kommt nochmal extra ein Beitrag).

Ich habe auch schon die Füllung gekauft. 4 mm Sperrholz wartet nun in die Rahmen genutet zu werden. Freue mich schon meinen neuen 4 mm Nutenfräser auszuprobieren. Aber zuvor werde ich mich den Schubladen widmen.

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Rohzuschnitt Sägeblatt–Silent Power

Seit letzter Woche ist das Silent Power 315 mm Sägeblatt Mitbewohner meiner Werkstatt. Habe die Winteraktion genutzt und direkt bei Felder in Tirol (die haben übrigens jetzt einen sehr netten Onlineshop) bestellt.

Mit 14 HM (Hartmetall) Zähnen liefert das Ding beim Auftrennen wirklich perfekte Leistung. Jetzt kann ich endlich 80mm Pfosten ohne Probleme auftrennen, was mit dem Universalblatt fast unmöglich war. Auch von der Lautstärke bin ich begeistert. Das Silent ist wirklich um einiges leiser als das normale Blatt.

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Kommode–Die Platte

Original war die Platte mit 40 mm geplant. Als ich jedoch den Stapel gehobelter Pfosten mal aufgehoben habe, war klar, das ist dick. Mit 40 mm könnten wahrscheinlich 5 Leute ohne Probleme auf der Kommode tanzen, also etwas überdimensioniert.

Deswegen entschloss ich mich die 40 mm gehobelten Eschenbretter aufzutrennen. Nach dem Schnitt auf 22 mm auf der TKS wurden dann die Bretter auf 20 mm Fertigmaß gehobelt und anschließend verleimt. Für diesen Zweck habe ich die Bretter pro Stoß mit zwei Lamello verbunden. Die Nut habe ich allerdings wieder mit der TKS gemacht nachdem ich keinen Lamellofräser besitze.

Die Zwingen und mehrere Leisten wurden vorbereitet, ehe es mit dem Verleim Prozess losging. Dazu hat mir gottseidank meine Tochter geholfen, bei 9 Bretter sehr hilfreich. Wie man auf dem Bild sehen kann habe ich nicht wirklich auf die Faserung des Holzes im Sinne der minimalen Verwerfung geschaut sondern eher auf eine gleichmäßige Oberflächentextur.

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Bearbeiten der Platte

Nachdem der Leim über Nacht getrocknet ist, musste die Platte plan gemacht werden. Leider bereits zu breit für die Dicktenhobel, daher das Ganze mit Hand. Meine letzte Platte habe ich mit einem riesigen Bandschleifer plan bekommen. Diesesmal wählte ich eine andere Methode: Putzhobel und Ziehklinge.

Erfolgversprechender war die Ziehklinge, aber auch nur wenn sie einen wirklich guten Grat aufweist. Beim Hobel (zumindest bei dem Putzhobel) kann es passieren, dass zu viele Fasern aufgerissen werden. Ich besitze derzeit leider noch keinen #4 Hobel. Mit dem denke ich, wäre das nicht passiert.

Kommode–Schnitt und Probe

Die Pfosten habe ich ohne Probleme mit meiner TKS aufgeschnitten und abgelängt. Tja, und dann ist es allerdings passiert. Beim Anschneiden stellte sich heraus dass zwei Eschenpfosten eigentlich Eichen sind. Offenbar hat mich hier der Dreck und das Splintholz auf die falsche Fährte gelockt. Gut, kurze Planändernung. Die Rahmen werden aus Eiche gemacht, der Rest bleibt Esche. Die Kombination von den beiden Hölzer hat sich ja beim Schneidbrett schon gut gemacht. Ab zur ADH um die Pfosten auf Maß zu hobeln.

Die Rahmen wurden mit verdeckten Schlitz-Zapf Verbindungen gemacht. Dazu habe ich wieder meine kleine Vorrichtung für die TKS und mein Langlochsupport verwendet. Beim ersten Zusammenstellen kann man sich schon etwas mehr darunter vorstellen (leider ist die Qualität der Fotos ziemlich schlecht!)

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Kommode–Stückliste

Auf sehr traditionelle und für mich untypische Weise habe ich die Grobmasse auf ein Blatt Papier gemalt und bin mit dem Zettel aus Holzsuche gegangen. Ich möchte mal mit den Rahmen und der Platte für die Kommode beginnen um dann weiter zu entscheiden wie ich die Fronten dazu passend machen werde.

Die langen Pfosten wurden mit Kreide beschriftete und erstmals mit der Kappsäge in kürzere Stücke geschnitten. Dann geht’s gleich weiter zum Zuschneiden und Abrichten der ersten Rahmenteile und der Platte.

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Kinderzimmer–Die erste Planung

Wie immer hab ich mal grob mit SketchUp angefangen die Kommode und den Kasten zu planen. Die Kommode sollte 3 Schubladen und 2 Türen beinhalten und der Kasten einflügelig sein mit Tiefe von 60 cm, damit ohne Probleme Kleider gehängt werden können.

Entschieden habe ich mich für die Rahmenkonstruktion weil ich somit das vorhandene Massivholz für die Konstruktion und leichteres Sperrholz für die Füllungen verwenden kann. Kommode und Schrank sollten auch unabhängig voneinander gestellt werden können. Jeder von uns kennt das oder? Einmal im Jahr wird das Zimmer umgestaltet und die Möbel wirr durch die Gegend gestellt. Zumindest war das bei mir so.

Nach einigen Adaptionen ist schlussendlich folgender Entwurf rausgekommen:

SketchUp Screenshot

Das sollte mal reichen um eine gute Idee von den Proportionen zu bekommen. In der Kommode hinter den beiden Türen sollten ausziehbare Regalböden reinkommen um leichter an die Kleidung zu kommen.

Das Wichtigste überhaupt: meine Tochter war mit dem Entwurf zufrieden und hat ihn für die Produktion freigegeben. Somit steht nichts mehr im Wege, los geht’s, auf zur Holzsuche in die Scheune.